Rabattcode im Video: So kennzeichnest du ihn richtig

Von Jeff··5 Min. Lesezeit

Wer einen Rabattcode veröffentlicht, kennzeichnet das laut Leitfaden der Medienanstalten als Werbung. Im Video sagst oder zeigst du „Werbung“ oder „Anzeige“ deutlich an der Stelle, an der du den Code nennst, in Bild und Text steht es direkt beim Code. Affiliate-Links bekommen ein Sternchen mit Erklärung. Wer mit BestPost auf TikTok postet, schaltet dazu die Kennzeichnung für werbliche Inhalte ein.

„Mit meinem Code sparst du 20 Prozent“: Solche Sätze stehen unter vielen Reels. Rechtlich ist das Werbung. Wie du sie kennzeichnest, erklären die Medienanstalten in ihrem Leitfaden zur Werbekennzeichnung bei Online-Medien (Stand Juni 2021).

Dieser Artikel fasst die Punkte zusammen, die für Kurzvideos zählen. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Im Einzelfall, etwa bei einem großen Vertrag mit einer Marke, lohnt der Blick einer Fachanwältin oder eines Fachanwalts.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein veröffentlichter Rabattcode ist laut Leitfaden als Werbung zu kennzeichnen.
  • „Werbung“ oder „Anzeige“ gehört deutlich und direkt zum Code, im Video zeitlich nah.
  • Abkürzungen wie „ad“ und englische Umschreibungen wie „sponsored by“ reichen laut Leitfaden nicht.

Wann ist ein Rabattcode Werbung?

Der Leitfaden ist hier deutlich. Erwähnst oder verlinkst du ein Angebot aus geschäftlichem Interesse oder im Rahmen einer Kooperation mit einer Marke, ist das Werbung. Dasselbe gilt ausdrücklich für das Veröffentlichen von Rabattcodes. Auch Affiliate-Links haben laut Leitfaden einen geschäftlichen Charakter, der erkennbar sein muss.

Eine Kooperation liegt schon vor, wenn du für die Erwähnung eine Gegenleistung bekommst. Das muss kein Geld sein: Auch zugeschickte Produkte, übernommene Reisekosten oder Einladungen zu Events zählen.

Ohne Kooperation und ohne geschäftlichen Anreiz braucht eine rein informierende Erwähnung in der Regel keine Kennzeichnung. Der Leitfaden weist aber darauf hin, dass Gerichte das bei Konten, die auch geschäftlich genutzt werden, schon anders gesehen haben.

Werbung sauber markiert, auch auf TikTok

Postest du über BestPost auf TikTok, fragt der Dialog vor dem Veröffentlichen, ob dein Video für etwas wirbt.

  • Schickt dasselbe Video an Instagram, TikTok, YouTube, Facebook und X
  • Jeder Text bleibt bis zum Posten änderbar
  • Veröffentlicht vom Server, dein Browser darf zu sein
Entdecke BestPost. Kostenlos.

Wie kennzeichnest du den Code richtig?

Der Leitfaden unterscheidet danach, wo der Code steht:

Wo der Code oder Link stehtKennzeichnung laut Leitfaden
Video, also Reel, TikTok oder Short„Werbung“ oder „Anzeige“ deutlich hörbar oder lesbar, zeitlich und räumlich direkt beim Code
Podcast oder AudioAnsage „Werbung“ zu Beginn des Abschnitts
Bild oder Text„Werbung“ oder „Anzeige“ deutlich lesbar direkt beim Code
Affiliate-Linkein Sternchen am Link und eine Erklärung direkt daneben
Werblicher Link„Werbung“ oder „Anzeige“ deutlich lesbar direkt beim Link

Für werbliche Beiträge insgesamt gilt außerdem: Die Kennzeichnung gehört an den Anfang des Beitrags und auf jedes Story-Slide. Ein reines Bild ohne Text braucht einen gut sichtbaren Hinweis im Bild selbst. Klein, undeutlich oder in durchsichtiger Schrift reicht nicht.

Welche Wörter reichen und welche nicht?

Erlaubt sind laut Leitfaden „Werbung“, „Anzeige“ und der vorangestellte Zusatz „bezahlte Werbepartnerschaft“. Nicht ausreichend sind Kunstwörter wie „Infomercial“ oder „Advertorial“, Abkürzungen wie „AZ“ oder „ad“ und fremdsprachige Umschreibungen wie „sponsored by“ oder „PR sample“. Ein allgemeiner Satz in der Bio, dass dein Kanal Werbung enthält, ersetzt die Kennzeichnung im einzelnen Beitrag nicht.

So nicht

  • „#ad“ irgendwo zwischen den Hashtags
  • „Danke an die Marke“ ohne weiteren Hinweis
  • „sponsored by“
  • Ein Hinweis nur in der Bio

So passt es

  • „Werbung“ am Anfang der Beschreibung
  • „Werbung“ und direkt danach der Code
  • „Anzeige“ oder „bezahlte Werbepartnerschaft“
  • Ein Hinweis in jedem einzelnen Beitrag

Wie sieht das in einem Reel konkret aus?

Am sichersten bist du, wenn der Hinweis auf allen Wegen ankommt, auf denen Leute dein Video wahrnehmen. Viele schauen ohne Ton, andere lesen die Beschreibung nie.

1

Sagen

Nenne „Werbung“ in dem Moment, in dem du den Code sagst, etwa: Werbung, mit meinem Code sparst du im ersten Monat.

2

Zeigen

Blende „Werbung“ als Text ein, solange der Code im Bild steht, gut lesbar und nicht winzig in der Ecke.

3

Schreiben

Setz „Werbung“ an den Anfang der Beschreibung und den Code direkt dahinter.

4

Plattform nutzen

Schalte zusätzlich die Kennzeichnung der Plattform ein, mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Für Affiliate-Links in der Beschreibung schlägt der Leitfaden eine kurze Erklärung vor: dass mit Sternchen markierte Links Affiliate-Links sind, dass du bei einem Kauf eine Provision bekommst und dass für den Käufer keine Mehrkosten entstehen. Sie gehört direkt zum Link, nicht ins Impressum.

Clip teilen, Text ins Bild setzen und das Video erstellen, direkt im Browser.
Clip teilen, Text ins Bild setzen und das Video erstellen, direkt im Browser.

Hinweis ins Bild, ohne Extra-App

Im Editor von BestPost setzt du „Werbung“ als Text ins Video und schneidest es im selben Schritt.

  • Schneidet im Browser und wirft Stille und Ähs heraus
  • Erzeugt Untertitel, du korrigierst jedes Wort, BestPost brennt sie ein
  • Pro Plattform ein eigener Text, dieselbe Videodatei
Entdecke BestPost. Kostenlos.

Was bieten die Plattformen selbst?

Instagram hat ein Label für bezahlte Partnerschaften, TikTok einen Schalter für werbliche Inhalte. Nutze sie zusätzlich zu deinem eigenen Hinweis.

Wenn du über BestPost auf TikTok veröffentlichst, steht der Schalter Werbliche Inhalte offenlegen direkt im Dialog vor dem Veröffentlichen. Dort gibst du an, ob du dich selbst bewirbst (Eigene Marke) oder eine andere Marke (Bezahlte Partnerschaft). TikTok markiert das Video dann als „Promotional content“ oder „Paid partnership“. Bei einer bezahlten Partnerschaft lässt TikTok die Sichtbarkeit „Nur ich“ nicht zu.

Und wenn du BestPost empfiehlst?

Wer BestPost über das Affiliate-Programm empfiehlt, kennzeichnet genauso: als Werbung, gut sichtbar am Anfang, mit dem Hinweis, dass du eine Provision bekommst. Die Textvorlagen im Partnerbereich enthalten diesen Hinweis schon. Wie das Programm funktioniert und worauf du bei Affiliate-Programmen allgemein achten solltest, steht im Artikel Als Creator mit Affiliate-Links Geld verdienen.

Häufige Fragen

Muss ich einen Rabattcode als Werbung kennzeichnen?

Ja. Laut Leitfaden der Medienanstalten ist das Veröffentlichen von Rabattcodes als Werbung zu kennzeichnen, mit „Werbung“ oder „Anzeige“ direkt beim Code.

Reicht #ad oder sponsored?

Laut Leitfaden nicht. Abkürzungen wie „ad“ und fremdsprachige Umschreibungen wie „sponsored by“ reichen nicht. Nimm „Werbung“, „Anzeige“ oder „bezahlte Werbepartnerschaft“.

Wo muss „Werbung“ im Video stehen?

Deutlich hörbar oder lesbar dort, wo du den Code nennst. Bei einem werblichen Beitrag gehört der Hinweis zusätzlich an den Anfang.

Wie kennzeichne ich einen Affiliate-Link?

Mit einem Sternchen am Link und einer kurzen Erklärung direkt daneben, etwa dass du bei einem Kauf eine Provision bekommst und dem Käufer keine Mehrkosten entstehen.

Muss ich selbst gekaufte Produkte kennzeichnen?

Ohne Kooperation und ohne geschäftlichen Anreiz in der Regel nicht, sagt der Leitfaden. Er weist aber darauf hin, dass Gerichte das bei geschäftlich genutzten Konten anders sehen können.

Über den Autor

Jeff

Gründer von BestPost, Livebox Studios in Oldenburg

Jeff entwickelt BestPost und arbeitet dabei direkt mit den Schnittstellen von Instagram, TikTok, YouTube, Facebook und X. Was in diesen Artikeln über Limits, Fehlermeldungen und Freigaben steht, stammt entweder aus der offiziellen Dokumentation der Plattformen oder aus eigenen Tests.

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